Amazonas-Stamm verteidigt Regenwald: Ein bahnbrechender Sieg gegen Ölriesen

    Der mutige Einsatz der Waorani: Bewahrung des Amazonas vor Ölausbeutung

    281
    0

    In einem bahnbrechenden juristischen Sieg haben die Waorani von Pastaza, ein indigener Stamm aus dem ecuadorianischen Amazonas, einen monumentalen Erfolg erzielt. Sie haben erfolgreich eine halbe Million Hektar ihres angestammten Territoriums im Amazonas-Regenwald vor Ölbohrungen durch große Ölunternehmen geschützt. Dieser Triumph wurde durch ein Urteil eines dreiköpfigen Richtergremiums des Provinzgerichts von Pastaza gesichert, das die Versteigerung von Waorani-Land an Ölunternehmen aufgrund eines fehlerhaften Konsultationsprozesses, den die ecuadorianische Regierung 2012 durchgeführt hatte, auf unbestimmte Zeit aussetzte.

    Dieser juristische Sieg setzt einen bedeutenden Präzedenzfall für andere indigene Nationen im ecuadorianischen Amazonas. Die Entscheidung des Gerichts stoppte auch die geplante Versteigerung von 16 Ölblocken, die sich über mehr als 7 Millionen Hektar indigenes Territorium erstrecken. Der Widerstand der Waorani ist ein Hoffnungsschimmer und ein Zeugnis ihres unerschütterlichen Engagements zum Schutz ihres Landes und ihrer Lebensweise.

    Nemonte Nenquimo, Präsidentin der Waorani-Organisation von Pastaza und Klägerin in dem Rechtsstreit, betonte die Entschlossenheit des Stammes: „Unser Regenwald ist unser Leben. Wir entscheiden, was auf unserem Land geschieht. Wir werden unseren Regenwald niemals an die Ölunternehmen verkaufen.“ Diese Aussage spiegelt die tiefe Verbundenheit des Stammes mit ihrem Land und ihren Entschluss wider, es um jeden Preis zu schützen.

    Die ecuadorianische Verfassung schützt die Länder unter den „unveräußerlichen, unpfändbaren und unteilbaren“ Rechten der indigenen Völker und betont die Notwendigkeit einer vorherigen Konsultation bei Plänen zur Ausbeutung von Bodenschätzen. Die Richter haben die ecuadorianische Regierung angewiesen, eine neue Konsultation durchzuführen, die den Standards des Interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte entspricht.

    Mitch Anderson, Geschäftsführer von Amazon Frontlines, hob die Bedeutung dieses Urteils als wichtigen Präzedenzfall für die Rechte indigener Völker im Amazonas hervor. Dieser Sieg ist nicht nur ein Gewinn für das Waorani-Volk, sondern ein entscheidender Schritt im globalen Kampf zum Schutz der Rechte indigener Völker und des Amazonas-Regenwaldes.

    Ihr wollt uns unterstützen? HIER KLICKEN!