5 Gründe NICHT mehr bei IKEA einzukaufen – Und Alternativen

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Von wirfürdieerde

Folgende Kritikpunkte sind auf alle Unternehmen übertragbar, die Massenware zu niedrigen Preisen verkaufen. IKEA hat dabei die höchsten Umsatzzahlen, und ist gleichzeitig verantwortlich für massive Urwald-Abforstung, weswegen der Möbelgigant hier im Mittelpunkt steht.

1. IKEA ZAHLT KAUM BIS KEINE STEUER

Attac bezeichnete IKEA in einem Bericht von 2013 als “Lehrbeispiel dafür, wie mit allen erdenklichen Tricks Steuern gespart werden können.” Das wird auch von einer Studie der Europäischen Grünen/-Europäische Freie Allianz bestätigt.

So befindet sich der Hauptsitz von IKEA nicht etwa in Schweden, sondern in den Niederlanden. Dort ist die Firma als gemeinnützige Stiftung registriert, wodurch sie keine Steuern zahlen muss. IKEA muss nur ein wenig Geld an verschiedene Projekte spenden, aber die Summen unterschreiten bei weitem die Höhe der zu zahlenden Steuern. Das ist legal, aber moralisch nicht vertretbar.

2. MÜLL DURCH MASSENKONSUM

Zum einen produziert IKEA billige Produkte, die schnell kaputt gehen und zum zweiten wechseln sie immer wieder die Trends und die Einrichtungen, damit wir neue Möbel kaufen wollen, auch wenn die alten noch in Ordnung sind (geplante Obsoleszens). Das verursacht Unmengen an Müll, Abholzung und Wäldern, lange Transportwege, immense CO2 Ausstöße usw.)

Es ist nicht möglich so große Mengen an Produkten herzustellen und gleichzeitig “nachhaltig” oder “ökologisch” zu sein.

3. IKEA ZERSTÖRT DIE URWÄLDER

IKEA zerstört nach und nach die letzten Urwälder Europas und Asiens. In Rumänien ist IKEA der größte Waldprivatbesitzer und auch in Russland besitzen sie riesige Waldgebiete. Dabei werden nachweislich Naturschutzgebiete vernichtet.

Illegale Abholzung in Russland

IKEA hat laut Untersuchungen Organisationen bestochen, damit diese das FSC Siegel für verantwortungsvolle Waldwirtschaft an sie vergeben (in Russland wurde das SIegel bereits entzogen).

Abgeholtzter Urwald in Rumänien – Einer der letztes Urwälder Europas

4. MODERNE SKLAVEREI UND PRODUKTION IN DIKTATUREN

Dass in DDR-Zeiten politische Gefangene für die Möbelherstellung zu Zwangsarbeit gezwungen wurden, hat IKEA selbst zugegeben. Aber auch heute ist das Unternehmen ständig auf der Suche nach billigen Arbeitskräften und Materialien. So lassen sie die Möbel in der letzten Diktatur Europas produzieren, wo Niedriglöhne, Menschenunterdrückung und keine Meinungsfreiheit an der Tagesordnung sind (ARD Markencheck)

5. DIE QUALITÄT IST MANGELHAFT

IKEA ist hier der Vorreiter für die geplante Obsoleszens bei Möbeln. Sie bauen absichtlich Produkte, die eine kurze Lebensdauer haben und schnell kaputt gehen, damit wir neue Produkte kaufen können. Manche Möbelstücke halten viele Jahre, aber die Qualität kann nicht mit Massivholzmöbeln verglichen werden, die sogar über Generationen weiter gegeben werden. Auch hat ARD Markencheck gezeigt, dass die Qualität sich mit den Jahren verschlechtert hat, indem sie alte und neue Billy Regale verglichen haben.

ver.de CHECK

WAS MUSS SICH ÄNDERN?

Zuerst müssen wir alle zugeben, dass wir viel zu viele Sachen kaufen, die wir nicht brauchen. Wir müssen unsere Gegenständen mehr respektieren und zu schätzen wissen, statt immer wieder neue Produkte zu kaufen und diese dann leichtfertig zu ersetzen.

IKEA, sowie alle weitere Unternehmen, die Produkte herstellen, sollten gesetzlich eine längere Gewährleistung anbieten. Statt den Fokus auf die Produktion von neuen Produkten zu legen, sollten Unternehmen mehr Reparaturstationen einführen. Mit “repapieren” lässt dich genau so Geld verdienen wie mit “produzieren”. Neue Produkte sollten so produziert werden, dass einzelne Teile leicht ersetzt werden können.

Unternehmen sollten auch verpflichtet werden, dort Steuer zu zahlen, wo sie auch ihre Produkte verkaufen bzw. herstellen.

WIE KÖNNEN WIR UMWELTFREUNDLICH UNSERE WOHNUNGEN VERSCHÖNERN?

1. Second Hand kaufen (in Shops, online, auf Flohmärkten)

2. Reparieren, selbst bauen oder upcyceln statt neu kaufen

3. Die eigene Möbeln gut pflegen und schonen

4. Wenn neu, dann auch nachhaltigen Quellen

5. Sich immer fragen “Brauche ich das wirklich”

6. Do-it-yourself – in der App Pinterest gibt es unzählige Ideen und Inspirationen, wie man alte Sachen wieder neu machen kann

Quellen:

https://www.swr.de/unternehmen/kommunikation/pressemeldungen/av-o1089718-100.html

https://www.france.tv/france-2/cash-investigation/

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