VW Chef hält Spritpreise für zu niedrig – Fordert 20 Cent Preisanstieg

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Titelbild: VW-Konzernchef Herbert Diess mit TESLA Chef Elon Musk (re.) bei einer Probefahrt eines neuen VW e-Autos.

  • VW-Vorstandschef Herbert Diess will den Konzern weiter zum Elektro- und Digitalkonzern umbauen – ausgestattet mit einem Vierjahresvertrag .
  • Das Konzept zum emissionsarmen Autobauer steht, doch Corona hinterlässt Spuren, für Kunden und Kundinnen und Belegschaft.
  • Die Chipkrise hingegen sei als Problem „beherrschbar“.

VW Konzernchef Herbert hatte am 27. September 2021 auf Twitter gefordert, den CO2-Preis (derzeit 25 Euro/Tonne) schon bis 2024 auf 65 Euro anzuheben. Bislang war geplant ihn bis 2025 “nur” auf 55 Euro pro Tonne anzuheben.

Sollte sich die neue Regierung vom VW-Chef überzeugen lassen, hätte das für Verbraucher drastische Folgen. ► Ein Liter Benzin würde um 15,4 Cent, Diesel sogar um 17,2 Cent teurer! ► Der Preis für Heizöl würde ebenfalls um 17,2 Cent pro Liter steigen, der für Erdgas um 1,3 Cent/kWh. Kritik zum Diess-Vorstoß kommt vom CDU-Sozialpolitiker Dennis Radtke: “VW-Boss Diess ist von der Lebenswirklichkeit seiner Mitarbeiter und Kunden weiter entfernt als ein VW Golf vom Formel-1-Sieg”, sagte er zu BILD. “Mit Millionengehalt inklusive Fahrer und Tankkarte lässt sich immer gut über die Belastungen von anderen philosophieren.”

ver.de CHECK

So wie in Hamburg gelten bereits in einigen deutschen Städten Diesel-Fahrverbote auf bestimmten Straßen oder Flächen.

Volkswagen-Chef Herbert Diess hält eine schnellere Transformation des Autobauers wegen der von der EU-Kommission geplanten Verschärfung der CO2-Grenzwerte für möglich. „Wenn wir als Gesellschaft bereit sind zu akzeptieren, dass die Transformation zu einer CO2-neutralen Mobilität schneller ablaufen soll, wäre das für Volkswagen zu schaffen“, sagte Diess WELT AM SONNTAG. „Ob es für die gesamte Branche machbar wäre, muss man diskutieren – mit den Zulieferern und der Politik.“

Allerdings müsse die Regierung dann auch die richtigen Vorgaben machen, um einen schnelleren Wandel zu erreichen. „Wenn man den Wandel schneller erreichen möchte, braucht man dafür auch die richtigen Rahmenbedingungen“, sagte der VW-Chef. „Solange der Dieselpreis bei nur einem Euro pro Liter auf einem langjährigen Tiefpunkt liegt, wird das schwierig.“ Diess‘ Vorgänger Matthias Müller hatte 2017 schon einmal eine Abschaffung des Steuervorteils für Dieselkraftstoff ins Spiel gebracht.

zehn Punkte sind:

  1. Schnellere Anhebung des CO2-Preises für eine stärkere Lenkungswirkung: 65 Euro pro Tonne schon im Jahr 2024.
  2. Ende der Subventionen für fossile Kraftstoffe, schnellerer Kohleausstieg.
  3. Schnellerer Ausbau der Erneuerbaren auf mindestens 255 Gigawatt im Jahr 2030, dazu schnellerer Ausbau der Netze, für die durchgehende Versorgung.
  4. Dienstwagen-Förderung auf Autos mit Elektro-Antrieb beschränken.
  5. Kaufprämie für Elektroautos bis 2025 schrittweise abbauen.
  6. Ladeinfrastruktur massiv ausbauen und verpflichtende Ziele für das Schnellladen vorgeben. Ziel: Laden soll so einfach und selbstverständlich werden wie Tanken.
  7. Grünen Wasserstoff produzieren und für Stahl- und Zementproduktion sowie in der Chemischen Industrie einsetzen – aber eben nicht für Mobilität.
  8. Mobilitätsalternativen für Städte fördern: Fahrräder, E-Bikes, elektrisches Car-Sharing. Insbesondere das Ride-Pooling soll einen hohen Stellenwert bekommen.
  9. Datenschutz: Fahrzeugsicherheit soll damit genauso gewährleistet werden wie der faire und sichere Zugang zu gesammelten Fahrzeugdaten.
  10. Flächendeckendes 5G für autonomes Fahren.

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