Oxford Studie: Vegane Ernährung würde 8,1 Millionen Menschenleben bis 2050 retten

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Eine neue Studie der Universität Oxford ist zu dem Ergebnis gekommen, dass der Verzehr von weniger Fleisch und mehr Obst und Gemüse nicht nur mehrere Millionen Todesfälle bis 2050 verhindern wird, sondern auch den Ausstoß von Treibhausgasen wesentlich verringern und jährlich Milliarden von Dollar an Kosten für Gesundheitsfürsorge und die Folgen des Klimawandels sparen könnte.

Verständlicherweise könnten Sie besorgt darüber sein, alle tierischen Produkte aus ihrer Ernährungsweise zu streichen, aber man kann nicht bestreiten, dass wissenschaftlich bestätigte Vorteile für Gesundheit, Umwelt und Tiere dafür sprechen, dies zu tun.

Eine vegane Ernährung ist nicht Jedermanns Sache, kann aber laut einer Oxford Studie Leben retten.

2010 veröffentlichte die UNO einen Bericht, wonach eine vegane Ernährungsweise die beste Art ist, um den weltweiten Emissionsausstoß daran zu hindern, den Klimawandel zu verschärfen. Und nun belegt eine Studie der Universität Oxford auf’s Neue, dass das Essen von weniger Fleisch und mehr Obst und Gemüse die Welt bis 2050 vor mehreren Millionen Toten bewahren und dazu beitragen könnte, Treibhausgasemissionen wesentlich zu verringern und jährlich Milliarden von Dollars an Kosten für das Gesundheitswesen und den Klimawandel zu sparen.

Die Studie, die in Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wurde, ist die erste, die sowohl die Auswirkungen auf die Gesundheit als auch den Klimawandel hinsichtlich einer globalen Verlagerung zu einer pflanzlicheren Kost einschätzt, wie Reuters berichtet.

Marco Springmann, der Hauptautor des Oxford Martin Program on the Future of Food sagte dazu:

Wir erwarten nicht, dass jeder Veganer wird, aber die Auswirkungen des Klimawandels auf die Ernährungsweise werden schwieriger anzugehen sein und wahrscheinlich mehr als nur technologische Herausforderungen darstellen. Gesündere und in Bezug auf die Umwelt nachhaltigere Ernährungsformen können ein großer Schritt in die richtige Richtung sein.

Vier verschiedene Ernährungsformen wurden von den Forschern der Universität Oxford berücksichtigt: ein “übliches” Szenario, eines das den globalen Richtlinien folgt, einschließlich minimaler Mengen an Obst und Gemüse sowie einer Begrenzung von rotem Fleisch, Zucker und der Gesamtzahl an Kalorien, eine vegetarische Ernährung sowie eine vegane Ernährung.

Tiefgreifende Beobachtungen wurden dadurch dokumentiert. Die Forscher stellten fest, dass eine Ernährung in Übereinstimmung mit den globalen Richtlinien 5,1 Millionen Todesfälle bis 2050 verhindern könnte, während (in diesem Zeitraum) in einer Welt von Veganern 8,1 Millionen weniger Menschen sterben würden, die keine tierischen Produkte konsumieren würden, einschließlich von Eiern und Milch.

In Bezug auf den Klimawandel wurde herausgefunden, dass bei einer Befolgung der Ernährungsempfehlungen, die nahrungsspezifischen Emissionen um 29% reduziert werden könnten, während die Übernahme einer vegetarischen Ernährung sie um 63% verringern und eine vegane Ernährung die Emissionen um 70% eindämmen würde.

Zusätzlich könnten bei Gesundheitsversorgung, ehrenamtlicher Betreuung und verlorenen Arbeitstagen jährlich Kosten in Höhe von 700 Milliarden bis zu einer Billion Dollar gespart werden. Die Forscher bemerkten, dass der ökonomische Wert der Gesundheitsverbesserungen damit vergleichbar sein könnte und möglicherweise größer sei als der Wert des verhinderten Schadens durch den Klimawandel.

ver.de CHECK

Durch die reduzierten Treibhausgasemissionen könnte der ökonomische Vorteil gut und gerne 570 Milliarden Dollar betragen.

Springman sagte:

Der Nutzen dieser Vorteile stellt ein überzeugendes Argument dar, angesichts der gestiegenen öffentlichen und privaten Ausgaben für Programme, die darauf abzielen, gesündere und für die Umwelt nachhaltigere Ernährungsformen zu erzielen.

Die Forscher fanden heraus, dass drei Viertel aller Vorteile bei Entwicklungsländern eintreten würden, obwohl die Pro-Kopf-Auswirkungen einer Ernährungsumstellung bei den entwickelten Nationen am größten wären, indem wohlhabende Länder mehr Fleisch konsumieren und höhere Raten an Fettleibigkeit aufweisen.

Regionale Unterschiede wurden ebenfalls berücksichtigt, um die besten Maßnahmen bei der Produktion und dem Verbrauch von Nahrungsmitteln in bestimmten Gebieten zu bestimmen. Zum Beispiel wäre die Verringerung des Fleischkonsums in Ostasien, dem Westen und in Lateinamerika am vorteilhaftesten. Hingegen wurde herausgefunden, dass ein größerer Obst- und Gemüseverzehr in Südasien und in Afrika südlich der Sahara der wichtigste Faktor bei der Verringerung von Todesfällen wäre. Eine Senkung der Kalorienzufuhr in westlichen Nationen, dem östlichen Mittelmeer und in Lateinamerika, würde in einer Reduktion des Übergewichts resultieren, was eine höhere Lebenserwartung zur Folge hätte.

Um eine Ernährungsweise zu erreichen, die die allgemeinen Richtlinien befolgt, bedarf es einer 25%igen Zunahme der weltweit gegessenen Menge an Obst und einer 56%igen Abnahme bei rotem Fleisch. Die Menschen würden auch gut daran tun, 15% weniger Kalorien zu verbrauchen.

Es ist ziemlich einfach, die Kalorienzufuhr zu reduzieren, indem man sowohl vorwiegend pflanzliche Nahrung zu sich nimmt als auch ballaststoffreiche Nahrung, Mineralien und eine Auswahl an Nährstoffen, die den Bedarf des Körpers decken und den Magen füllen. Zusätzlich lässt das Verlangen nach, wenn der Körper nicht länger einem Nährstoffmangel durch raffinierte und verarbeitete Nahrungsmittel ausgesetzt ist. Die Umstellung kann auch schmackhaft sein; klicken Sie hier für kostenlose, pflanzenbasierte Rezepte, bei denen man kein schlechtes Gewissen zu haben braucht und die dennoch lecker sind.

Nun, da die Universität Oxford eine vorwiegend pflanzliche (vegane) Ernährung für die Gesundheit und die ganze Welt propagiert, können Sie sich vorstellen, mehr (grünes) Gemüse und Obst in ihre Ernährung zu integrieren?

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1 COMMENT

  1. Wo ist ein Link zur Studie?
    Dieser Link
    [die in Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wurde]
    führt auf eine Aktivisten-Seite aus Ontario, auf der man sich rühnt, dass Veganismus endlich als Religion anerkannt werden solle. Na bitte. Sagen Nichtveganer ja schon lange.
    Die gebetsmühlenartig wiederholte Behauptung, dass vegetarische oder vegane oder überhaupt eine besondere Diät die Gesundheit verbessern würde, ist schlicht und einfach unwahr.
    Richtig ist, dass einseitige Ernährung krank macht. Dass Fleisch als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung kranker mache als eine fleischlose Diät, konnte bis heute in keiner Studie nachgewiesen werden.
    Mehrere wissenschaftlich arbeitende Vegetarier und Veganer (Dr. Greger, the Unnatural Vegan, und andere) sagen klar, dass dieser Anspruch nicht erhoben werden könne.
    Richtig und bedenkenswert ist hingegen, dass der Konsum von Fleisch der Umwelt mehr(!) schadet als der Anbau pflanzlicher Nahrungsmittel, und richtig ist auch, dass Tiere in der Massentierhaltung of gequält werden. Aber dass es “gesünder” sei, kein Fleisch zu essen, stimmt nicht.
    The Unnatural Vegan:
    https://www.youtube.com/channel/UCJBry7T2R1WeipWMBWKJ7Rg
    Dr. Greger (Nurtitionfacts.org) :
    https://www.youtube.com/user/NutritionFactsOrg
    Und bitte nicht auf Neal Barnard verweisen. Das ist ein Schauspieler, Werbefuzzi und Scharlatan.

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