Rätselhafte Osterinsel-Statuen: Neue archäologische Ausgrabungen enthüllen verblüffende Fakten

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Mehr als 2.000 Kilometer vom Festland entfernt, inmitten des Pazifischen Ozeans, liegt die berühmte Osterinsel mit ihren massiven grünen Hügeln, malerischen Monolithen … und den rätselhaften Statuen.

Geografisch und kulturell gehört das Eiland zu Polynesien, politisch zu Chile.

Rätselhafte Osterinsel-Statuen

Die Statuen der Osterinsel (auch bekannt als Moai) fesseln die Wissenschaftler seit ihrer Entdeckung. Früher ging eine Art Insider-Witz um, wonach, wenn man tiefer in das Erdreich eindringt, man Schultern, Oberkörper und den Rest der Körper dieser Steinkolosse finden werde.
Nun, wissen Sie was? …
Es stellte sich heraus, dass das sogar stimmte!

Wie bei so vielen anderen mysteriösen Dinge entpuppten sich die Statuen der Osterinsel nicht als das, was alle erwarteten. Tatsächlich wurde 2012 klar, dass es sich bei den die berühmtenn Moai-Köpfen eigentlich um Statuenköpfe mit tief im Boden versteckten Torsos handelt!

Die Moai-Statuen wurden zwischen 1250 und 1500 v. Chr. von den dort lebenden Eingeborenen, den Rapa-Nui, errichtet und scheinen Überreste einer längst vergangenen Zivilisation zu sein. So archäologisch wertvoll es auch klingen mag, Hunderte von Moai-Köpfen wurden gestürzt und ins Britische Museum gebracht, nachdem das Christentum in den 1860er Jahren angenommen wurde. Nur Köpfe, die in die Erde eingegraben waren, blieben übrig!

Die erste Expedition mit einer Ausgrabung fand 1919 statt, war aber so schlecht dokumentiert, dass wir fast keine Informationen darüber haben, was in diesen Tagen passierte. Das Jahr 2012 verlief fruchtbarer, als bei einer neuen Ausgrabung des Easter Island Statue Project (EISP) zahlreiche Felszeichnungen zusammen mit zwei vollständigen Moai-Statuen freigelegt wurden.

Rätselhafte Osterinsel-Statuen

Die Hauptziele des EISP sind die Erhaltung und Erforschung der Moai-Statuen. Die Organisation hat jahrelang etwa 1.000 Statuen der Osterinsel katalogisiert. Niemand achtete wirklich auf ihre eigentümlichen Funde, bis neue Fotos von zwei Moai-“Körpern” auf der EISP-Homepage veröffentlicht wurden. Das Internet hat endlich begonnen, die beeindruckenden Ergebnisse ihrer Arbeit zu würdigen.

Auf den Fotos sind auf der Rückseite der Statuen einige wirklich eigenartige “Tätowierungen” zu sehen. Sie sind über die Jahrhunderte hinweg konserviert worden, weil sie tief unter der Erde versteckt waren, sicher vor den zerstörerischen Kräften der Elemente. Auf der Rückseite der Statuen befanden sich filigrane Motive und ungewöhnliche Symbole, sogenannte Petroglyphen.

Was Archäologen am meisten verwirrte, waren die speziellen technischen Techniken, welche die Rapa Nui eingesetzt haben müssen, um Statuen mit einem Gewicht von bis zu 4 Tonnen oder mehr zu errichten und zu installieren!

Jede Statue wurde auf einem Felssockel errichtet, der zahlreiche Öffnungen für Baumstämme zur Unterstützung der Konstruktion enthielt. Die Statuen müssen seinerzeit mit Hilfe von Pfosten, Seilen, Steinen und verschiedenen Steinwerkzeugen aufgerichtet worden sein.

Eine andere Theorie besagt, dass diese gigantischen Statuen tatsächlich bewegt worden sein könnten – mit Hilfe von Seilen und einer großen Anzahl von Menschen. Mit genügend Einsatzkräften könnten die Statuen demnach hin und her bewegt worden sein, wodurch der sogenannte “Schritt-Effekt” entstand. Ein hawaiianischer Anthropologe und ein Archäologe aus Kalifornien beschlossen, diese Theorie auf den Prüfstand zu stellen – sie bauten eine Statue, befestigten Seile daran, holten einige Leute und versuchten, die Statue zu bewegen. Es hat funktioniert!

Die Moai-Statuen fanden ein trauriges Ende, als um 1600 v. Chr. Das empfindliche Ökosystem der Insel zu zerbrechen begann und die Menschen nahezu ohne Ressourcen blieben. Zu diesem Zeitpunkt begannen sie, die Statuen zu stürzen und von der Rapa-Nui-Religion zur neuen Vogelmann-Religion überzugehen, da mit der Zeit nur noch Seevögel auf der Insel lebten und auf abgelegenen Felsen Schutz fanden. Die europäische Intervention von 1838 und ein sozialer Zusammenbruch führten dazu, dass schließlich auch die letzten noch stehenden Moai-Statuen gestürzt wurden.

Rätselhafte Osterinsel-Statuen

 

 

 

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