Das sind die vergiftetsten Länder der Welt

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Die Vereinigten Staaten liegen auf Rang 66, vor Kanada, China und Russland. Allerdings rangierte das Land damit schlechter als Indien und das Vereinigte Königreich von Großbritannien.

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Die meisten Umweltverschmutzungen sind unsichtbar, weshalb jemand möglicherweise sein ganzes Leben lang überhaupt nicht weiß, wie schädlich seine Umgebung tatsächlich ist. Zum Glück für ahnungslose Verbraucher und Bürger auf der ganzen Welt erstellten The Eco Experts eine einzigartige Karte, auf der die gefährlichsten Länder der Erde zu sehen sind.

Um herauszufinden, welche geografischen Standorte am schadsftoffbelastetsten sind, haben Experten des britischen Unternehmens Daten aus 135 Ländern in Bezug auf Luftverschmutzung, CO2-Emissionen und Energieverbrauch zusammengestellt. The Eco Experts berücksichtigten auch, wie viele Menschen aufgrund schlechter Luftqualität bereits ums Leben gekommen sind. So konnten sie feststellen, welche Länder die Umwelt am meisten schädigen und die Gesundheit der Bevölkerung am stärksten gefährden.

Inhabitat berichtet, dass Saudi-Arabien als das am höchsten belastete Land der Welt eingestuft wurde, da es die höchste Luftverschmutzungsrate aufweist. Auch Kuwait, Katar, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate – also andere ölreiche Länder – führen die Liste mit an.

Für die meisten überraschend dürfte wohl die Tatsache sein, dass die Vereinigten Staaten auf Platz 66 vor Ländern wie Kanada, China und sogar Russland stehen. Allerdings rangierte das Land damit schlechter als Indien und das Vereinigte Königreich von Großbritannien. Es wurde auch entdeckt, dass Länder wie Island und Norwegen mehr Energie verbrauchen als andere. Interessanterweise befinden sich die am wenigsten belasteten Länder in Afrika. Dazu gehören Kenia, gefolgt von Tansania, Äthiopien, Mozambik und Kamerun.

Jon Whiting von The Eco Experts kommentierte die Karte in einer Pressemitteilung. Er erklärte dazu:

“Diese Untersuchung ist eine Möglichkeit, die schlimmsten Übeltäter auf der ganzen Welt zu benennen und zu blamieren. Ihr mangelndes Vorgehen gegen Emissionen gefährdet nicht nur ihre jeweiligen eigenen Bevölkerungen durch tödliche Umweltverschmutzungskrankheiten, sondern gefährdet auch die Zukunft unseres Planeten insgesamt. Diese Bedrohungen sind keine weit entfernten Sorgen für zukünftige Generationen, sondern ihre Auswirkungen sind konkret schon jetzt spürbar, und es gehen bereits Menschenleben verloren. Diese Studie zeigt, dass jedes einzelne Land schnell handeln und mehr in erneuerbare Energien investieren muss.“

Nachstehend finden Sie Detailansichten der Karte:

 

Schadstoffbelastung Deutschland

Deutschland ist weltweit auf Platz 63.

Deutschland schafft es auch in den kommenden Jahren nicht flächendeckend, sich an die EU-Grenzwerte für Stickoxide zu halten. Eine drohende Klage könnte hohe Zwangsgelder bedeuten. Oder ein Fahrverbot, um der Strafe zu entgehen.

Trotz aller Anstrengungen: Die Bürger in 20 deutschen Städten müssen vorerst weiter mit zu schlechter Luft leben. Es werde wohl auch bis 2020 nicht gelingen, die EU-Grenzwerte für Stickoxide einzuhalten, sagte Umweltministerin Barbara Hendricks am Dienstag nach einem Gespräch bei der EU-Kommission. Die Brüsseler Behörde hält die deutschen Bemühungen für unzureichend. Damit wird eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof immer wahrscheinlicher.

Luft in neun EU-Ländern nicht sauber genug

EU-Umweltkommissar Karmenu Vella hatte Hendricks und Vertreter aus acht weiteren EU-Ländern wegen langjähriger Überschreitung von Schadstoffwerten einbestellt. Neben Deutschland sind Frankreich, Spanien, Italien, Großbritannien, Rumänien, Ungarn, Tschechien und die Slowakei betroffen. Vella hatte das Krisengespräch als letzte Chance bezeichnet, eine Lösung für die Probleme zu präsentieren. Er verweist auf Atemwegs-, Krebs- und Herzerkrankungen wegen Luftverschmutzung und mehr als 400.000 vorzeitige Todesfälle in Europa pro Jahr.

In 20 Städten allerdings lägen die Messwerte so weit über den in der EU vereinbarten Grenzen, dass auch zwei Jahre zur Senkung nicht reichten. “Das werden wir kaum schaffen”, sagte die SPD-Politikerin. “Aber wir werden uns deutlich in die Richtung bewegen, damit sie nicht mehr so erheblich über dem Grenzwert sind.”

Nach Angaben des Umweltbundesamts sind die Großstädte und Ballungsräume am stärksten mit Stickoxiden belastet, darunter Hamburg, Berlin und München, das Ruhr- und das Rhein-Main-Gebiet. Eine übermäßige Belastung mit Feinstaub ist dagegen nach Hendricks Worten in Deutschland fast kein Thema mehr. Einzige Ausnahme sei Stuttgart.

“Sofortprogramm saubere Luft”

Ein Rechtsstreit vor dem EuGH würde sich vermutlich über Jahre hinziehen. Verliert Deutschland, drohen hohe Zwangsgelder. Um dem zu entgehen, könnten dann nur noch Sofortmaßnahmen helfen, zum Beispiel Fahrverbote.

Mit dem “Sofortprogramm saubere Luft” will die Bundesregierung Fahrverbote aber ausdrücklich vermeiden. Aus einem Topf mit rund einer Milliarde Euro sollen unter anderem Elektrobusse für den Nahverkehr, Fahrrad- und Fußgängerverkehr gefördert werden.

Quellen:

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