China holzt in Kamerun 55.000 Hektar afrikanischen Regenwaldes ab… wegen Kautschuk

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Die chinesische Exim-Bank veröffentlichte im Februar einen Tweet, in dem sie offen ihre Pläne bekannt gab, weitere 45.000 Hektar des Meyomessala-Waldgebietes in Kamerun abzuholzen.

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Laut Greenpeace waren im vergangenen Jahr bereits 10.000 Hektar im Auftrag der chinesischen Firma entwaldet worden. 55.000 afrikanischen Regenwaldes werden imsgesamt abgeholzt, weil Kamerun ein Darlehen in Höhe von 200 Millionen Dollar aufgenommen hat.

Die Exim Bank China hat in Zusammenarbeit mit Sinochem International und der Regierung Kameruns ein Darlehen von 200 Mio. USD unterzeichnet. China Sinochem International erhält die exklusiven Rechte zur Kautschukgewinnung aus 45.000 Hektar Waldflächen in Meyomessala.

Paradiesisches Grün im Regenwald in Kamerun – Wenn nichts passiert, könnten Bilder wie dieses bald der Vergangenheit angehören.

Im Meyomessala-Wald sind gefährdete wild lebende Tierarten zuhause

Im Meyomessala-Wald leben vom Aussterben bedrohte Arten wie Westliche Tieflandgorillas, Schimpansen, Leoparden, Waldelefanten, Riesenpangoline, Bongoantilopen und Büffel.

Statt diesen lebenswichtigen Wald zu schützen, scheint sich die Regierung Kameruns in keiner Weise darum zu kümmern. China holzt unglaublich viel Wald ab, während wir darüber sprechen.

Wald von Meyomessala, Kamerun

Dieser Regenwald muss Platz machen für Kautschukplantagen, die den Geschäftshunger der Firma China Sinochem International stillen sollen.

Ein weiteres Unternehmen, das an dieser massiven Entwaldung beteiligt ist, ist der Gummihersteller Halycon Agri.

Der Regenwald in Kamerun ist eines der größten Regenwälder in Afrika.

Die Ureinwohner leiden

Meyomessala ist eine kleine Waldgemeinde in Kameruns Südregion, die sich aus mehreren Siedlungen zusammensetzt, die am Rande eines UNESCO-Weltkulturerbes liegen, das als das Dja-Fauna-Reservat bekannt ist.

In einem Bericht von Greenpeace vom vergangenen Juli heißt es, das Unternehmen habe zwischen 2011 und Mai 2018 mehr als 10.000 Hektar Regenwald gerodet, um das riesige Gummiprojekt zu erweitern.

Die Videoaufnahmen, in denen ein riesiger Baum gefällt wird, wurden auf Youtube gefunden und waren in Kamerun entstanden.

Im Zuge der Projektdurchführung würden weitere 45.000 Hektar Wald gerodet. Ein Gebiet reich an gefährdeten Wildtieren, medizinisch wertvollen Bäumen und Ureinwohner-Stämmen.

 

Aus ihren Häusern vertrieben

Baka sind hier zu sehen, die im Meyomessala-Wald leben, doch nun wurde ihr Haus von chinesischen Investoren zerstört

Indigene, die im Wald lebten, wurden ohne Entschädigung oder einen angemessenen Umsiedlungsplan vertrieben. Laut Greenpeace verstößt die “Räumung” der Waldbevölkerung gegen die UN-Erklärung zu den Rechten der indigenen Bevölkerung.

Es heißt auch, dass das Einverständnisrecht der Baka verletzt wurde und dass die Gräber und heiligen Stätten der Gemeinde zerstört werden. Die einheimischen Bakas wurden aus ihren Waldhäusern vertrieben.

 

Eine Bank ohne Vision

Während andere Menschen auf der ganzen Welt ihr Bestes geben, um den Planeten auf jede erdenkliche Weise wieder aufzuforsten, rodet China in ganz Afrika nach wie vor gewaltige Mengen Wald ab.

Das Traurigste ist, dass die Exim Bank nicht in Projekte investiert, die nachhaltig sind, sondern in Projekte, die äußerst destruktiv sind.

Eine verantwortungsbewusste Bank mit einer nachhaltigen Vision würde niemals in solche Projekte investieren. Dies zeigt, dass diese chinesischen Banken keine wirklich nachhaltige Vision oder einen Entwicklungsplan haben, der die Entwicklung der lokalen Gemeinschaften unterstützen würde. Ausbeutung und schnelles Geld sind das, worum es geht.

Chinesische Investitionen bringen Zerstörung, keine Arbeitsplätze

Die Geschwindigkeit, mit der die Entwaldung in Afrika voranschreitet, ist schlichtweg erschreckend. Afrikanische Regenwälder sind einem enormen Druck ausgesetzt.

Chinesische Investoren behaupten, Arbeitsplätze zu schaffen, aber in der Praxis hat sich überall in Afrika gezeigt, dass chinesische Investitionen nur Leid und Zerstörung bringen.

Ein weiteres gutes Beispiel für die chinesische “Entwicklung” in Afrika. Afrikanische Führer zeigen immer noch kein Rückgrat und keinerlei Willen, etwas zu ändern. Es liegt an den Afrikanern, sich gegen diese Unternehmen zu wehren, bevor es zu spät ist.

 

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Verweise:

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