Tierarten wieder aufleben lassen: Klontechnik für 5 ausgestorbene Tiere?

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Wen wundert es, dass Wissenschaftler mithilfe der Klontechnologie kreativ werden und unsere Tierwelt vor dem Aussterben bewahren wollen?

Bienenpatenschaft.info

Die Welt steht vor einem immer schnelleren Artensterben. Klimawandel, Abholzung und die Bejagung ganzer Arten bis zum Aussterben sind die Hauptursachen, wobei invasive Pflanzen und die Verschlechterung der Lebensraumqualität gleich danach kommen.

Das Massensterben, mit dem wir heute konfrontiert sind, hat nicht nur bei Aktivisten und Umweltschützern Beachtung gefunden, sondern auch beim Vatikan. Die römisch-katholische Kirche hat kürzlich die Krise anerkannt, mit der wir konfrontiert sind – wonach derzeit jede fünfte Spezies vom Aussterben bedroht ist. “Zu Beginn des nächsten Jahrhunderts werden wir vor der Aussicht stehen, die Hälfte unserer Tierwelt verloren zu haben”, sagte der Biologie-Professor Peter Raven gegenüber The Observer.

Aus der Roten Liste geht hervor, dass bis zu zwei Drittel unserer Wildtiere bis 2020 verloren sein werden. Von den mehr als 85.000 erfassten Arten sind 24.000 gefährdet.

Können wir Dinosaurier zurückbringen?

Einem berühmten Paläontologen zufolge, der an der Jurassic World-Serie mitgearbeitet hat, könnten Dinosaurier innerhalb von nur fünf Jahren wieder in die Welt eingeführt werden, und Hühner könnten der Schlüssel dazu sein.

Was würde passieren, wenn wir Dinosaurier zurückbringen könnten? Würden sie in Wäldern bleiben?

Dr. Jack Horner, ein Paläontologe, der im gesamten Jurassic Park und Jurassic World-Team als Berater tätig war, glaubt, dass es einen einfacheren Weg gibt, Dinosaurier vor dem Aussterben zu retten, als in den Filmen gezeigt wird.

In letzter Zeit wurden die Biene und die Giraffe auf die Liste der bedrohten Arten gesetzt. Was überraschen mag, sind das Schwarze Nashorn, das wir verloren haben nachdem es 2006 zum Aussterben getrieben wordenn war, oder eine der Großkatzen dieser Welt, der Java-Tiger, der zuletzt 1970 gesehen wurde.

2006 für ausgestorben erklärt wurde auch der Baiji-Delphin.

Baiji-Delphin

Das Woll-Mammut

Ein weiteres Projekt von Revive & Restore, und die Organisation glaubt, dass die Auslöschung des Mammuts der zukünftigen Erhaltung großer Säugetiere gleichkommt, und zudem dazu beiträgt, dringend benötigte Graslandschaften für „Pferde, Bisons und andere Grasfresser“ bereitzustellen.

Die Wiederbelebung des Woll-Mammuts wird Ihrer Einschätung nach auch dazu beitragen, den Wildereihandel zu beenden:

„Die getesteten Bioengineering-Ansätze könnten neue Wege zur Bekämpfung des Schwarzmarkts mit Elfenbein eröffnen. Zum Beispiel, Biomarker in Stoßzähnen zu entwickeln, um Wilderei zu verfolgen, oder Stoßzähne radikaler zu verändern, um sie für den Elfenbeinhandel wertlos zu machen, wodurch männliche Elefanten ihre großen Stoßzähne behalten könnten – wichtige Indikatoren guter Gene für die Paarung .“

Dr. George Church und sein Harvard-Team haben es bisher geschafft, nach dem Kopieren „Mammutgenome in lebende Elefantenzellkulturen“ einzufügen, und die Klonversuche müssten bald beginnen.

Pyrenäen-Steinbock

Leider kam es für diese Bergziegenart im Jahr 2000 zum Aussterben. Aufgrund des Aussterbens erst in jüngster Zeit halten Wissenschaftler sie jedoch für einen idealen Kandidaten zum Klonen.

Der erste Versuch fand 2003 statt, als Wissenschaftler gefrorene Hautzellen nahmen, um einen Embryo zu schaffen. Fehlgeschlagene Besamungsversuche folgten, aber eine Ziege brachte schließlich ein Kalb zur Welt. Obwohl das Kalb wegen eines Lungenfehlers nur wenige Minuten lebte, ging Alberto Fernandez-Arias wieder ins Labor. Bis heute arbeitet er weiter an der Entwicklung eines erfolgreichen Pyrenäischen Steinbockklons.

Der Magenbrüter-Frosch

Er ist von seinem Äußeren her nicht unbedingt die knuffigste Amphibie, aber um 1983 war dieser Frosch aus Queensland durch Abholzung, Abbau natürlicher Lebensräume, gefährliche Bakterien und Klimawandel ausgestorben.

Dieser Frosch war der einzige seiner Art, der seine Eier nach der Befruchtung verschluckte und sechs Wochen im Magen lagerte. Der Geburtsvorgang bestand im Hochwürgen der Froschlinge durch das Muttertier.

Professor Mike Archer an der Universität von New South Wales stand kurz davor, einen Magenbrüter-Embryo zu erzeugen:

„Wir haben tote Zellen zu lebenden Zellen reaktiviert und dabei das erloschene Froschgenom wiederbelebt. Jetzt haben wir frische kryokonservierte Zellen des ausgestorbenen Frosches, die in zukünftigen Klon-Experimenten verwendet werden können. “

Er setzt seine Forschungen heute fort, mit einem anhaltenden Interesse an der Auslöschung des australischen Thylacins oder Tasmanischen Tigers.

Die Wandertaube

Die letzte Wandertaube, Martha, starb 1914 in Gefangenschaft. Für den Forschungsberater Ben Novak der gemeinnützigen Revive & Restore-Organisation könnte “das große Comeback der Wandertaube” bald Realität werden. Ihre Aussterbensforschung hat in den letzten vier Jahren die Möglichkeit untersucht, die Taube unter Verwendung von DNA in konservierten Wandertauben n Museumssammlungen zurückzubringen.

Die letzte Wandertaube, Martha, starb 1914 in Gefangenschaft.

Während es noch ungewiss ist, wann der Vogel wieder fliegen wird, werden geklonte Wandertauben nicht ganz exakt wie ihre Vorfahren sein, sondern vielmehr eine Taube, die ihre Eigenschaften besitzt.

Das Schwarzfuß-Frettchen

Obwohl es aufgrund eines Zuchtprogramms in Gefangenschaft noch nicht völlig ausgestorben war und sich seit 1981 vom Rand des Aussterbens wieder etwas erholt hat, könnte das am stärksten bedrohte Tier Amerikas einige wichtige Antworten für andere fast ausgestorbene Arten liefern.

In einem von Revive & Restore übernommenen Projekt wird genomische Diagnose verwendet, um die Gründe für den Rückgang einer Art zu untersuchen. Die möglichen „Rettungstechniken“, die erforderlich waren, um den mit der Inzucht einhergehenden „Aussterbenswirbel“ zu vermeiden, könnten bald zum Modell für alle anderen vom Aussterben bedrohten Arten werden.

Warum ist das Schwarzfuß-Frettchen für diese Studie so wichtig? Das Schwarzfuß-Frettchen-Zuchtprogramm hat aus einer Basis von sieben Ausgangstieren bereits über 8.300 Frettchen hervorgebracht.

Früher ein höchst umstrittenes und vieldebattiertes Thema, ist das Klonen jetzt eine der einzigen Möglichkeiten, um unsere Tierwelt zu retten. Da die Biene nun in Amerika als gefährdet eingestuft ist und in Europa und Australien einem ähnlichen Schicksal ausgesetzt ist, sollte die ethischere Frage lauten: Warum nicht?

Verweise:

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