Gefahr fürs Tier: Tödliche Gifte in Haus & Co.

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Frostschutzmittel-Vergiftung: Symptome und Erste Hilfe

Frostschutzmittel ist gefährlich, es enthält Ethylenglykol – nur ein paar Milliliter dieser enteisenden Substanz genügen für eine todbringende Vergiftung. Wenn der Vierbeiner tatsächlich an einer Frostschutzmittel-Pfütze geleckt hat, stellen sich bald erste Symptome ein. Dazu gehören ein unsicherer Gang, Übelkeit und Erbrechen. Etwas später kommen Krämpfe, Unterkühlung, Nervenschäden und Nierenversagen dazu.

Wer sieht, dass vom Frostschutzmittel probiert wurde, der sollte die Fellnase möglichst rasch erbrechen lassen, damit die Substanz gar nicht erst im Darm landet. Je eher der Tierarzt den Patienten behandelt, umso größer sind die Überlebenschancen.

Es lauern zahlreiche tödliche Gifte

Doch nicht nur das Frostschutzmittel ist für Haustiere lebensgefährlich. In Haus und Garten werden viele teils tödliche Gifte gelagert: Rattengift, Schneckenkorn, Dünger, Blaukorn, Farben, Lösungsmittel, Insektizide, Pestizide und Herbizide – all das findet sich in Gartenhäusern, Garagen und Kellern. Hinzu kommen im Haushalt Waschmittel, Reiniger, Medikamente, Tabak und auch giftige Pflanzen.

Sogar Lebensmittel können tödliche Gifte enthalten: Bitterschokolade enthält das giftige Theobromin und Weintrauben beziehungsweise Rosinen können ein Nierenversagen verursachen. Unverträglich sind auch Nüsse, Zwiebeln, Knoblauch, Pilze und Gewürze.

Und auch die Reste von Feuerwerkskörpern enthalten giftige Stoffe und sollten nicht beschnuppert oder gar angeknabbert werden.

Je nach Gift variieren die Symptome

Hinweise auf Vergiftungen kommen oft unterschiedlich daher. Häufige Symptome für Vergiftungen sind:

 
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Torkeln
  • Apathie
  • starkes Hecheln und Speicheln
  • Schwellungen
  • Hautverfärbungen
  • Herz-Kreislauf-Probleme
  • Durchfall
  • blutiger Kot und Harn
  • Krämpfe
  • Bewusstlosigkeit
  • Zittern
  • Lähmungen
  • Bauchschmerzen
  • blasse Schleimhäute im Maul
  • Atemprobleme

Das ist bei einem Gift-Notfall zu tun

Sollte tatsächlich ein Gift-Notfall eintreten, dann führt der erste Weg zum Tierarzt oder in die Tierklinik. Hilfreich ist die Gabe einer Kohletablette als Erste-Hilfe-Maßnahme, die eine Verstoffwechselung bremst. Wenn möglich sollte eine Probe des Giftes oder die Reste der angefressenen Verpackung mitgenommen werden. Auch eine Probe vom Erbrochenen beziehungsweise des Kots kann für den Tierarzt hilfreich sein.

Wichtig ist es, die Ruhe zu bewahren. Denn das wirkt sich auch auf das Tier aus, das sich möglichst ruhig verhalten sollte. Weil Vergiftungen häufig mit einem Absinken der Körpertemperatur einhergehen, sollte der Hund mit einer Decke gewärmt werden.

Vorsorge kann Leben retten

Am besten ist es natürlich, wenn es dank Vorsorge gar nicht erst zu einem Notfall durch tödliche Gifte kommt. Ob Putzmittel, Medikamente, Garten- und Autozubehör, Kosmetika, Zigaretten, Süßigkeiten – alles, was der Liebling nicht haben darf, sollte sicher verwahrt werden.

Sollte mit einer giftigen Substanz gekleckert worden sein, muss das Malheur sofort beseitigt werden. Auf giftige Schnitt-, Topf- oder Gartenpflanzen sollten Tierhalter grundsätzlich verzichten.

Quelle: deine-tierwelt.de

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