Burundi: So möchte ein Student aus der Wüste eine Oase machen

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Emmanuel Niyoyabikoze ist ein junger Einheimischer in der Provinz Bubanza in Burundi, Afrika. Er ist 24 Jahre alt und studiert im Fachbereich für Entbindungsheilkunde am Nationalen Institut für Öffentliche Gesundheit. Empört über die fortschreitende Ausbildung von Wüstenlandschaft, welche die Böden in besorgniserregender Weise beeinflusst und damit die landwirtschaftliche Produktion in seiner Gemeinde einschränkt, beschloss Emmanuel, ein Projekt für die Umwelt zu starten.

Die Idee ist klar, man braucht Bäume …

Im Juli 2018 überlegt Emmanuel, wie er dazu beitragen kann, dass die landwirtschaftliche Produktion mehr Ertrag bringt. Für ihn ist alles ganz klar, man braucht Bäume. Im November macht er sich an die Arbeit. Ziel ist es, in der ersten Stufe 100.000 Bäume zu pflanzen. Er beginnt damit, die Erdsäcke selbst zu befüllen, um eine Baumschule zu starten, die diesen Namen verdient. Er versucht, seine Idee zu konkretisieren, und dies trotz der nur sehr begrenzten Mittel, die ihm zur Verfügung stehen. Emmanuel hat eine weitergehende Vision, als man meinen könnte. „Es ist ein Projekt, um unser Land zu kleiden, ich träume von einem grünen Burundi, einem Burundi, in dem jeder gute Luft atmet“, sagt er.

 

Emmanuel hat für seine Baumschule verschiedene Baumarten ausgewählt, darunter Eukalyptus, Sibereiche, Mimosen, Zeder, Limbabaum und Papaya. Mittlerweile hat er es auf mehr als 40.000 Bäume in seiner Baumschule gebracht.

Wie weit will er gehen?

Neben seinem Wunsch, die Umwelt zu schützen, will Emmanuel auch etwas gegen die Unterernährung in seiner Gemeinde tun. Deshalb möchte er seine Pflanzen mit Obstbäumen mischen, in der Hoffnung, dass deren Früchte nach der Reife zur ausgeglichenen Ernährung anderer Menschen beitragen können. Ein Großteil der Burundier lebt von kleinflächigen Nahrungsmittelkulturen aus Mais, Reis, Sorghum, Bohnen oder Knollen, die in kleinen Farmen angebaut werden. Die Erträge sind jedoch aufgrund der intensiven Bodenerosion und des Klimawandels sehr niedrig. Emmanuel wendet sich an alle, vor allem jedoch an junge Leute. „Es ist an der Zeit, dass sich jeder umschaut und tut, was er kann, mit den geringen Mitteln, die ihm zur Verfügung stehen“, sagt er.

Emmanuel will das Projekt nicht nur für sich behalten. „Ich möchte, dass die Mehrheit der Bevölkerung sich beteiligt und auch zuhause oder anderswo pflanzt.“ Er plant seinerseits diese Bäume zwischen Februar und März 2019 anzupflanzen. Er hat vor, mit Schulen und Straßen beginnen. Er bekam auch neues Saatgut aus Portugal, das er in seiner Baumschule pflanzen möchte. Diese Bäume werden von einzigartiger Schönheit sein. Er appelliert daher an alle, sich ihm anzuschließen, da ihm noch die nötigen Mittel fehlen.

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